"Eure
Lebensmittel seien Eure Heilmittel,
und Eure Heilmittel Eure Lebensmittel."
Hippokrates

Stoffwechsel und Ernährung
Nach aktuellen Schätzungen ist in Deutschland die Hälfte
aller behandlungsbedürftigen Krankheiten auf Ernährungsfehler
zurückzuführen. Viele Zivilisations- und Stoffwechselkrankheiten
wie z.B. Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Gicht, Arteriosklerose
und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch Über- und Fehlernährung
und ungesunde Lebensführung mitverursacht.
Primäre und sekundäre Pflanzenstoffe
„Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel und eure Heilmittel
sollen eure Nahrungsmittel sein!“ empfahl Hippokrates schon
vor mehr als 2000 Jahren. Dieser viel zitierte Ausspruch gewinnt
in den letzten
Jahren an Aktualität. Während sich der Kenntnisstand über
die Bedeutung der Nährstoffe und der primären Pflanzenstoffe – Kohlenhydrate,
Fette, Proteine, Vitamine und Mineralstoffe – seit Jahrzehnten
nicht wesentlich geändert hat, werden in den letzten Jahren
die gesundheitsfördernden Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe
intensiv erforscht. Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in sehr
geringer Menge in pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse,
Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vor und
werden in unterschiedliche Wirkstoffgruppen unterteilt:
- Carotinoide
gelb-orangefarbenes Obst und Gemüse, wie z.B. Rüebli, Peperoni,
Kürbis, Aprikosen
- Saponine
Spinat, Hülsenfrüchte, wie z.B. Bohnen, Erbsen
- Phytosterine
Pflanzensamen und –öle, wie z.B. Sonnenblumenkerne,
Sesam- und Sojasprossen
- Flavonoide
blau-rot-violett- und gelbfarbenes Gemüse und Obst, wie z.B.
Aubergine, rote Trauben, Rotkohl, Zwiebeln, Zitrusfrüchte
Der Mensch nimmt schätzungsweise bei einer gemischten Kost pro
Tag etwa 1,5 Gramm an sekundären Pflanzenstoffen auf.
Sekundäre Pflanzenstoffe haben in der Pflanze vielfältige
Aufgaben; sie schützen vor giftigen UV-Strahlen und vor Fressfeinden
oder sogen für die Verbreitung der Samen. Im menschlichen Organismus
wirken Sie im Gegensatz zu den oben genannten primären Pflanzenstoffen
nicht als Nährstoffe, sondern eher als Medikamente. Sie haben – so
wird angenommen – antioxidative (z.B. Carotinoide, Flavonoide),
immunmodulatorische (z.B. Saponine) sowie antimikrobielle Eigenschaften.
Sie senken ausserdem vermutlich den Blutdruck (z.B. Flavonoide) sowie
den Blutzucker- und Blutcholesterinspiegel (z.B. Phytosterine, Saponine)
und tragen dazu bei, das Krankheitsrisiko für Zivilisationserkrankungen
zu senken.
Diätetik – die Lehre von der gesunden Lebensführung
Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestanteil einer ganzheitlich
ausgerichteten Gesundheitslehre, die von Hippokrates und Galen als
Diätetik („diaita“) bezeichnet wurde. Nach Galen
sind Licht und Luft, Essen und Trinken, Bewegung und Ruhe, Schlaf
und Wachen, Stoffwechsel und Gemütsbewegungen das Haus einer
Medizin, in dem ein für sich selbst verantwortlicher Mensch
die Hauptrolle spielt.
Diätetik im ganzheitlichen Sinn meint die Ordnung aller Grundfunktionen:
- Aufnehmen
und ausscheiden
- Atmen
- Bewegen
- Reaktion auf Wärme und Kälte
- Pflege seelisch-körperlicher Steuerungsvorgänge
Heutzutage, im Zeitalter der toxischen Belastungen, können in
der Ausleitung, Entgiftung und Entschlackung weitere diätetische
Ziele gesehen werden. Ebenso ist Wert zu legen auf die Ordnung und
sinnvolle Gestaltung aller inneren und äusseren Lebensbezüge.
Diätetik im engeren Sinn ist eine Ernährungsstrategie,
die diesem Anspruch gerecht wird. Homotoxinlehre
Langjährige und übermässige Fehlernährung führen
nach Reckeweg (1905-1985), dem Begründer der Homotoxinlehre,
zu einer Überlastung des Bindegewebes mit Stoffwechselendprodukten
und Umweltgiften und langfristig zu Stoffwechsel- und Zivilisationskrankheiten.
Reckeweg ging in seiner Homotoxinlehre davon aus, dass so genannte
Homotoxine („Menschengifte“) auf den Menschen einwirken.
Durch biologisch zweckmässige Abwehrvorgänge ist der Organismus
bestrebt, diese endogenen (innerkörperlich entstandenen) und
exogenen (von aussen aufgenommenen) Homotoxine unschädlich zu
machen und auszuscheiden. Die gelingt während der ersten drei
Phasen, die Reckeweg als Exkretions-, Reaktion- und Depositionsphase
bezeichnete. Wirken jedoch besonders gefährliche Homotoxine
auf den Organismus ein oder werden die ersten drei Phasen in ihrem
biologischen Ablauf gestört, tritt der Krankheitsprozess aus
den humoralen Phasen in die zellulären Phasen über, in
die Imprägnationsphase, Degenerationsphase und Neoplasmaphase.
Hier kann es zu schweren Zell- und später Organschädigungen
kommen.
Um Toxine auszuleiten und das körpereigene Abwehrsystem zu stimulieren,
werden so genannte Antihomotoxine verabreicht, die aus homöopathischen
Kombinationspräparaten und potenzierten allopathischen Substanzen
bestehen.
Naturheilkundliche Therapie
Stoffwechselstörungen sind mit den klassischen Naturheilverfahren
erfolgreich zu behandeln. Insbesondere bei Erkrankungen, die eine Änderung
des Lebensstils und damit die aktive Mitarbeit des Patienten erfordern,
wie z.B. Diabetes mellitus oder Gicht, sollten entsprechende Therapieverfahren,
wie z.B. die Ernährungs-, Ordnungs-, und Hydrotherapie eingesetzt
werden.
Um Stoffwechselendprodukte zur Ausscheidung zu bringen und eine Umstimmung
des Organismus zu erzielen, sind ab- und ausleitende Therapieverfahren
sowie die Verordnung phytotherapeutischer Präparate zu empfehlen.
Mit Hilfe des Heilfastens, spezieller Diäten oder einer mikrobiologischen
Therapie kann der Stoffwechsel entlastet werden.


Alle meine Therapien werden aus der Zusatzversicherung für Komplementärmedizin übernommen.
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