Der Besuch beim Homöopathen
Die erste Konsultation kann bis zu zwei Stunden dauern. Der Homöopath
versucht sich ein komplettes Bild vom Patienten zu machen und fragt
sehr viel. Die ganze Zeit beobachtet er Sie genau - Bewegungen,
Hautfarbe, Ausdruck, Nervosität oder Ruhe, glückliche
oder traurige Ausstrahlung, zerbissene Fingernägel und so
weiter. Dabei macht er sich Notizen über Ihre Krankengeschichte,
soziale Beziehungen, Familiengeschichte, Träume, bevorzugte
Wetterlagen, Lieblingsspeisen, Schlafhaltung, Ängste und Befürchtungen
und so weiter.
Er versucht auch Ihre Beschwerden exakt einzugrenzen. Beispielsweise
bei Kopfschmerzen: Welche Seite ist betroffen, was verschlimmert
oder lindert sie, wann kommen und gehen sie.
Wenn Ihnen das auch etwas mühsam erscheint, es hat seinen
Sinn. Der Therapeut versucht einfach Ihr inneres System zu erkennen,
um das Medikament einsetzen zu können das Ihnen am meisten
entspricht. Dabei helfen im auch Nachschlagewerke, die er zwischendurch
konsultiert - nicht, weil er sich nicht auskennt, sondern weil
er das geeigneteste von etwa 2000 Mitteln ausfindig machen will.
Wenn er sich für ein Medikament entschieden hat, bekommen
Sie Pillen oder eine Flüssigkeit oder Tabletten verordnet.
Bei der nächsten Sitzung, die etwa eine Stunde dauern kann
und zwei bis sechs Wochen nach der ersten erfolgt, sieht er bereits
die Wirkung des Medikamentes.
Das Ziel der Behandlung ist eine Stimulation der Körpereigenen
Heilkräfte. Der Körper soll sich beim Beseitigen von
Krankheiten selbst helfen. Krankheit wird dabei als natürlicher
Prozess verstanden. Wir werden nur krank, wenn unsere Lebensenergie
gestört ist.

Sprechzimmer 3

Sprechzimmer 3
Alle meine Therapien werden aus der Zusatzversicherung für Komplementärmedizin übernommen.
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